Das 2. Halbfinale der Wasserballbundesliga geht ins 5m Werfen

Was für ein Abend. Was für ein Kampf. Und was für ein bitteres Ende für den ASC Duisburg.
Vor beeindruckender Kulisse im heimischen Freibad lieferte sich der ASCD am 16. Mai 2026 im zweiten Halbfinale der Wasserball-Bundesliga einen leidenschaftlichen Schlagabtausch mit den Wasserfreunden Spandau 04. Nach der Niederlage im ersten Halbfinale in Berlin zeigte unsere Mannschaft vor heimischem Publikum die erhoffte Reaktion mit Herz, Leidenschaft und unbändigem Willen.

Von Beginn an war zu spüren, dass dieses Spiel etwas Besonderes werden würde. Jeder Zweikampf wurde angenommen, jeder Meter Wasser hart erarbeitet. Der ASCD hielt gegen den Rekordmeister aus Berlin mit unglaublicher Moral dagegen. Immer wieder stemmten sich unsere Jungs gegen Rückstände, kämpften sich zurück und brachten das Freibad zum Beben.

Besonders Vukasin Simic erwischte einen herausragenden Abend. Mit fünf Treffern übernahm er Verantwortung in den entscheidenden Momenten und führte sein Team immer wieder zurück ins Spiel. Auch Lennox Metten, Elias Metten und Elias Nosnik setzten wichtige Akzente und sorgten dafür, dass der ASCD nie aufgab.

Als Oskari Ollila im dritten Viertel erstmals die Führung zum 7:6 erzielte, explodierte die Atmosphäre am Beckenrand. Das Freibad stand Kopf.
Jeder spürte: Heute ist etwas möglich.
Doch Spandau blieb seiner Favoritenrolle gerecht und antwortete immer wieder mit der individuellen Klasse seiner erfahrenen Spieler. Trotzdem ließ sich der ASC Duisburg nicht abschütteln. Im letzten Viertel entwickelte sich ein echter Wasserball Krimi. Zweimal brachte Vukasin Simic den ASCD in Führung, zuletzt gut zwei Minuten vor dem Ende zum umjubelten 11:10.

Die Zuschauer peitschten die Mannschaft nach vorne, jeder Ballgewinn wurde gefeiert, jede Parade bejubelt. Doch 45 Sekunden vor Schluss gelang Spandau noch der Ausgleich zum 11:11. Die Entscheidung musste im Fünfmeterwerfen fallen.

Dort zeigte sich die ganze Grausamkeit des Sports.
Beide Teams kämpften nervenstark um jeden Wurf.
Treffer wechselten sich mit vergebenen Chancen ab. Der ASCD war mehrfach dran, das Momentum auf seine Seite zu ziehen. Trotz Paraden unseres zweiten Torhüters Joris Geurts war es am Ende war es ausgerechnet der letzte Strafwurf von Spandaus Kristijan Culina, der die Entscheidung brachte. Nach einem aufopferungsvollen Fight musste sich der ASC Duisburg denkbar knapp geschlagen geben.

Die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff war riesig. Spieler sanken erschöpft ins Wasser, während die Fans ihr Team trotzdem feierten. Denn auch wenn der Traum vom Finale in diesem Moment zerplatzte, hat diese Mannschaft an diesem Abend Charakter gezeigt. Leidenschaft. Zusammenhalt. Und die Mentalität, auf allerhöchstem Niveau mitzuhalten.
Der ASC Duisburg verabschiedet sich erhobenen Hauptes aus dieser Halbfinalserie. Danke an alle Fans, Unterstützer und Helfer, die unser Freibad in einen Hexenkessel verwandelt haben. Dieser Abend hat gezeigt, was den ASCD ausmacht.
Team: Didac Garcia Plana, Navin Satter, Vukasin Simic, Oskar Halb, Oskari Ollila, Philipp Dolff, Kerem Gemalmazoglu, Lennox Metten, Sascha Seifert, Elias Metten, Robert Gergelyfi, Joseph Enwena, Joris Geurts, Elias Nosnik. Coach: Vuk Vuksanovic, Guido Niechcial, Lazar Kilibarda



